Alle Artikel in: Sachgebiete

Kettenarbeits­vertrag bei einem Trainer

Befristet ein Arbeitgeber das Arbeits­verhältnis wiederholt für die Dauer einer Auftragsvergabe durch das AMS an ihn, so entsteht ein als unbe­fristetes Arbeits­verhältnis zu qualifizierender Kettenarbeits­vertrag. Eine (vermeintliche) Beendigung durch Zeitablauf ist daher als zeitwidrige Kündigung, die Anspruch auf Kündigungsentschädigung auslöst, zu werten. Ein Beitrag von Dr. Andreas Gerhartl.

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Fliesenleger ist trotz freier Zeiteinteilung Arbeitnehmer

Ein Fliesenleger, der ohne entsprechende Ausbildung und Gewerbe­berechtigung seine Tätigkeiten zum Abdecken von Arbeitsspitzen für den „Auftraggeber“ erbringt, dafür ein Pauschalhonorar erhält, bei Fragen Rücksprache mit dem Komplementär des „Auftraggebers“ halten kann und von diesem oder einem Mitarbeiter unterstützt wird, wenn ansonsten der Termin nicht eingehalten werden kann, ist Arbeitnehmer. Ein Beitrag von Christa Kocher.

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Dienst­verhältnisse von Prostituierten in einem Bordellbetrieb

Sind Prostituierte in einem Bordellbetrieb bei der Ausübung ihrer Tätigkeit in die betrieblichen Abläufe eingegliedert und üben sie diese Tätigkeit auch weisungsgebunden aus, liegen Dienst­verhältnisse gemäß § 47 Abs 2 EStG vor. Am festgestellten Sachverhalt ändert auch das Vorbringen nichts, den Prostituierten seien nur Räumlichkeiten gegen Entgelt zur Verfügung gestellt worden. Ein Beitrag von Michael Seebacher.

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Anwendung des BUAG auf Verspachtler?

Nach § 2 Abs 1 lit g BUAG unterliegen Spezialbetriebe, die ausschließlich ein kleines Segment von Tätigkeiten erbringen, dem BUAG, wenn diese Tätigkeiten Teiltätigkeiten einer Betriebs­art sind, die unter das BUAG fällt. Das wirft Fragen auf, wenn derartige Tätigkeiten auch für Betriebs­arten typisch sind, die dem BUAG an sich nicht unterliegen.

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Firmenpension unterliegt nicht der Pflicht­versicherung

Grundsätzlich unterliegt in Österreich jede Erwerbstätigkeit der Pflicht­versicherung. Im Falle der neuen Selbständigen zumindest dann, wenn die Versicherungsgrenze (2018: 5.256,60 € jährlich) überschritten wird. Allerdings unterliegt nicht alles, was im Einkommen­steuerbescheid als selbständige Arbeit ausgewiesen ist, sofort der Pflicht­versicherung. Eine Bindung an die Einkommen­steuerpflicht besteht für die Sozial­versicherung nur dann, wenn auch eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird. Ein Beitrag von Christa Kocher.